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Scheidungskosten - kann ich mir eine Scheidung leisten?

 

An einer Scheidung sind immer zwei Parteien beteiligt, der eine Ehegatte ist  Antragsteller, der andere Antragsgegner - auch wenn er selbst geschieden werden möchte. Antragsteller ist, wer zuerst den Scheidungsantrag eingereicht hat.

 

Die Kosten des Scheidungsverfahrens trägt in der Regel jeder für sich, das heißt jeder zahlt seinen Anwalt selbst, die Gerichtskosten werden meist hälftig geteilt.

 

Ein Anwalt kann nur einen Ehegatten vertreten, nicht beide gleichzeitig. Es ist aber möglich, die Scheidung mit nur einem Anwalt durchzuführen, es reicht nämlich aus, wenn der Antragsteller einen Anwalt beauftragt, der andere benötigt meist keinen Anwalt, es genügt, wenn er im Scheidungstermin erklärt, ebenfalls geschieden werden zu wollen.

 

Wer über ein genügend hohes Einkommen verfügt, muß seine Scheidungskosten selbst tragen, ein kleiner Trost: die Kosten lassen sich von der Steuer absetzen.

 

Wer kein oder ein nur geringes Einkommen hat, kann versuchen, die Kosten abzuwälzen, entweder auf den anderen Ehegatten oder die Staatskasse:

 

Wenn der andere Ehegatte über ein genügend hohes Einkommen verfügt, hat man einen Anspruch auf Prozeßkostenvorschuß, man kann verlangen, daß er einem die Kosten des Scheidungsverfahrens vorschießt, also das Geld zur Verfügung stellt, das man für die Einleitung des Scheidungsverfahrens benötigt. Dieser Vorschuß muß in aller Regel nicht zurückgezahlt werden - der eigene Anwalt wird also vom anderen Ehegatten bezahlt.

 

Wenn diese Möglichkeit nicht besteht, der andere Ehegatte also kein genügend hohes Einkommen hat, kann man ersatzweise Prozeßkostenhilfe beantragen, diese wird vom jeweiligen Land gewährt. Der Anwalt erhält seine Gebühren aus der Landeskasse, wobei diese teilweise deutlich niedriger sind als die regulären Gebühren.

 

Prozeßkostenhilfe kann in verschiedener Weise gewährt werden:

 

Hat der Antragsteller gewisse Einkünfte, wird das Gericht anordnen, daß er sich mit Raten, die an die Gerichtskasse zu zahlen sind, an den Kosten zu beteiligen hat.

Sind die eigenen Einkünfte sehr niedrig, wird keine Ratenzahlung angeordnet, die Scheidung kostet also erst einmal nichts. Das Gericht prüft aber nach einiger Zeit, ob man inzwischen höhere Einkünfte oder Vermögen hat, ist dies der Fall, muß man zumindest einen Teil der Kosten an die Gerichtskasse zurückzahlen.

 

Rechtsanwalt Finke - Mülheimer Str. 85 - 47058 Duisburg

 

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