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"Ich will so schnell wie möglich geschieden werden" - was ist eine "schnelle Scheidung"?

 

Daß einem der Mandant sagt: "Ich will so schnell wie möglich geschieden werden, hört man als Scheidungsanwalt immer wieder. Diese häufig gewünschte "schnelle Scheidung" ist aber gar nicht so leicht - die im Internet zu findenden Angebote sind mit Vorsicht zu genießen. Die "Internet-Scheidung" dauert genau so lange wie die "normale Scheidung".

 

Was eine Scheidung in die Länge zieht, ist meist das Trennungsjahr. Nach dem Gesetz kann eine Scheidung in der Regel erst dann erfolgen, wenn man schon ein Jahr getrennt gelebt hat, und zwar auch dann, wenn der andere mit der Scheidung einverstanden ist und ebenfalls so bald wie möglich geschieden werden will.

Der Hintergrund ist, daß der Gesetzgeber hofft, daß sich die Ehegatten wieder versöhnen und dann doch zusammenbleiben. Die Ehegatten sollen davon abgehalten werden, bei dem ersten großen Streit sofort einen Scheidungsantrag einzureichen.

 

Ob man tatsächlich schon ein Jahr getrennt gelebt hat, das werden die Ehegatten im Scheidungstermin vom Richter gefragt. Erklären sie dann übereinstimmend, daß sie seit dann und dann getrennt leben, wird in der Regel nicht weiter nachgefragt. Es ließe sich ja auch nicht wirklich überprüfen - der Richter war schließlich nicht dabei, als man sich trennte.

 

Die Trennung kann auch innerhalb der Wohnung bzw. des Hauses erfolgen. Wenn z. B. der eine die 1. Etage bewohnt, und der andere die 2. Etage oder den Keller. Wichtig ist, daß man darlegt, daß jeder für sich gelebt hat, also keine Gemeinsamkeiten mehr bestanden.

 

Sollte der andere Ehegatte nicht "mitspielen", etwa weil er partout nicht geschieden werden will, wird es schwierig. Dann bleibt meist nur noch die Möglichkeit der "Härtefall-Scheidung", bei der das Trennungsjahr nicht abgewartet werden muß.

 

Diese "Härtefall-Scheidung" ist aber nur in Ausnahmefällen möglich, nämlich wenn dem, der geschieden werden will, nicht zugemutet werden kann, das Trennungsjahr abzuwarten.

 

Ein solcher Fall könnte z. B. darin bestehen, daß die Frau einen "Seitensprung" beging und dadurch schwanger wurde. Der "Seitensprung" selbst reicht noch nicht, die Schwangerschaft aber könnte den Ehemann berechtigen, die sofortige Scheidung zu beantragen. Wird das Kind nämlich noch während der Ehe geboren, dann gilt der Ehemann als der Vater des Kindes, und das kann unangenehme Folgen haben, z. B. Unterhaltspflichten usw.

 

Wie man am schnellsten geschieden werden kann, sollte man mit einem Scheidungsanwalt seines Vertrauens besprechen, häufig lassen sich in einem eingehenden Gespräch nämlich Möglichkeiten finden, an die man zunächst nicht gedacht hat.

 

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