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Urlaubsabgeltung - Geld statt Urlaub

 

Urlaub dient der Erholung, das heißt dem Erhalt bzw. der Wiedererlangung der Arbeitskraft. Deshalb kann ein Arbeitnehmer seinen Urlaub nicht "verkaufen", das heißt in Geld umwandeln. Läßt sich der Arbeitgeber dennoch darauf ein, hat er schlechte Karten, denn der Urlaubsanspruch besteht weiterhin, der Arbeitnehmer könnte also, obwohl er sich den Urlaub hat auszahlen lassen, den Anspruch noch einmal geltend machen.

 

Nach einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses, also z. B. nach einer Kündigung, gelten andere Regeln. Sofern der Urlaub für das laufende Jahr noch nicht verbraucht wurde, ist er vom Arbeitgeber abzugelten. Dies wird von vielen Arbeitnehmern übersehen, man sollte deshalb, wenn man eine Kündigung bekommen hat, auf jeden Fall auch prüfen, wieviel Resturlaub einem für das laufende Jahr noch zusteht.

 

Die Berechnung des vom Arbeitgeber als Urlaubsabgeltung zu zahlenden Betrages ist auf den ersten Blick etwas kompliziert: Man nimmt das Einkommen, das in den letzten 13 Wochen vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses erzielt wurde und teilt diesen Betrag durch die Anzahl der entsprechenden Werktage: bei einer 6-Tage-Woche sind dies in der Regel 78 Tage, bei einer 5-Tage-Woche 65 Tage.

 

Wichtig ist, darauf zu achten, daß der Urlaub bzw. der Abgeltungsanspruch nicht verfällt: der Urlaubsanspruch erlischt in der Regel zum 31. Dezember, in Ausnahmefällen erst am 31. März des Folgejahres.

 

Sollten sich Abfindungsverhandlungen in die Länge ziehen und die Stichtage näherrücken, muß der Anspruch gegenüber dem Arbeitgeber geltend gemacht werden, sonst entfällt nicht nur der Urlaubsanspruch, sondern auch der Anspruch auf Urlaubsabgeltung.

 

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